War das Frühling oder nur eine kurze Charméoffensive des Aprils? Und da war noch am Diesntag vor dem Vorlauf zum Kyffhäuser-Berglauf eine Krisensitzung zum Thema: Soll der Vorlauf stattfinden oder ist es angesichts des Restschnees, des Matsches und der teilweise noch zerfahrenen Strecken im Forst überhaupt zu verantworten, die potentiellenTeilnehmer auf diesen Untergrund loszulassen? Kurzerhand wurde der Lauftreff am Dienstag vor der Veranstaltung dazu genutzt, die Langstrecke zu diagnostizieren. Im Anschluss gab es kleinere Zweifel an der Durchführbarkeit aber mittels demokratischer Mehrheitsentscheidung wurde dafür gestimmt.

In den vergangenen Jahren war das Hauptproblem vorm Start der Mangel an Voranmeldungen was immer wieder zu Verzögerungen bei der Auswertung am Wettkampftag führte. Auch dazu gab es viele Diskussionen und eine Entscheidung des Vereins, erstmals dieses Jahr für alle Veranstaltungen des SV Kyffhäuser Nachmeldegebühren in Höhe von 4,00EUR zu erheben. Das zeigte am Sonntag die erhoffte Wirkung. Waren es im letzten Jahr gerade einmal 12 Voranmeldungen, standen dieses Jahr bereits am Samstag 64 Anmledungen in den Listen für die 6km und 14km. Am Ende der Nachmeldungen kamen nochmal 22 Anmeldungen auf beiden Strecken dazu.

Start zum Vorlauf (Foto: Uwe Renz)An seinem Erfolgskuchen bäckt jeder nach seinem eigenen Rezept. Es war von Trainingslagern auf Mallorca zu hören oder von kurz aufeinander folgenden Trainings hoher Intensität oder Streckenlänge. Was dabei rauskommt, war bei der letzten Leistungsüberprüfung vor dem Berglauf-Wochenende zu bewundern. Auf der 6km-Strecke zeigten Christian Klöppel (falconn-sports.com) und Viktoria Somov (SV Glückauf Sondershausen), dass sich trotz glitschigem Geläuf die Zeiten aus dem letzten Jahr deutlich verbessern lassen. Christian Klöppel konnte die Zeit von Fabian Csyani mit 23:23,60 Minuten um fast 4 Minuten unterbieten. Viktoria Somov war mit 30:41 Minuten etwas mehr als 2 Minuten schneller als Isabell Walleit. Auf der langen Strecke waren die ersten drei Männer unter einer Stunde. Sieger wurde Ingo Furchner in 59:06 Minuten. Die schnellste Frau war Henriette Thorhauer. Sie war nach 1:19:49 Stunden im Ziel. Hier war gerade wegen des schlechten Streckenzustandes keine Verbesserng möglich.

Immer wieder interessant sind die Begebenheiten weit weg von den Siegern. Susanne Teichmann traute sich zum ersten Mal eine derart harte Herausforderung zu. Sie lief die 14km nicht nur zum ersten Mal, es war sogar ihr erster Berglauf. Unterstützt hatte sie bei ihrem Vorhaben Andreas Räuber. Beide liefen stolz auf ihre Leistung über die Ziellinie.

Bleibt nur zu hoffen, dass der Vorlauftag eine positive Wettertendenz für die kommende Woche einschließlich des Wochenendes war, es noch ein wenig abtrocknet und der Berglauf mit ähnlich schönem Wetter wie in den vergangenen Jahren stattfinden kann!

Webseite des Veranstalters: http://www.svkyffhaeuser.de/cms/