KULPENBERG-BERGLAUF 2014

Ein Familienfest fand am Sonntag auf dem Kulpenberg statt – könnte meinen, wer sich die Teilnehmerzahl beim diesjährigen Kulpenberg-Berglauf ansieht. 29 Anmeldungen standen in den Listen und trotz des sehr guten Laufwetters (trocken und angenehm warm) entschlossen sich nur 5 Läufer Gebrauch von der Nachmeldung zu machen. Bis Samstagabend sah es so aus, als ob der bis dahin dreimalige Sieger Stephan Knopf gar nicht antreten würde. Doch er machte sich einen ganz besonderen Service zu Nutze, meldete sich kurzer Hand per SMS an und wurde dadurch in die Voranmeldelisten aufgenommen. Damit stand aus organisatorischer Sicht dem vierten Gesamtsieg erst einmal nichts im Wege.

Nun sollte für alle Starter die praktische Überprüfung der physischen und vor allem mentalen Leistungsfähigkeit mit dem Start am Sonntag um 10:00Uhr auf dem Anger in Bad Frankenhausen erfolgen. Im Feld war auch ein wieder erstarkter Läufer vorzufinden. Steffen Böttcher - bereits Gesamtelfter beim Rennsteig-Marathon 2012 - ist nach Krankheit und Trainingsausfall wieder auf den Trails des Kyffhäusers und Umgebung unterwegs. Das ist besonders erfreulich, da ein anderer Leistungsträger leider wegen Krankheit nicht am Berglauf teilnehmen konnte. Christian Klöppel war aber mit Familie am Ziel und erwies den Ankömmlingen die Ehre. Ansonsten alles beim Alten – Familie eben, bekannte Gesichter aus den Vorjahren, keine weit Angereisten.

Sven und Diana Falley im Ziel (Foto: Uwe Renz)Am Ziel hielten sich neben Familie Klöppel noch weitere Begleiter als Empfangskomitee und Motivatoren auf. Darunter die Familie von Laufgruppenchef Mike Barthel mit Tochter Mia und Angelina, Tochter von Familie Falley, Laufgruppe Hachelbich. Die Kinder machten sich ins Lange Tal Richtung Tilleda auf den Weg, um ihren Eltern entgegen zu laufen und sie ordentlich anzufeuern. Von da an dauerte es nicht mehr lange und der erste Läufer tauchte an der Kurve vor der Hauptstraße auf. Stefan Knopf vom SV 90 Nordhausen benötigte 41:27 Minuten für die 9,8km und kann damit den vierten Sieg auf dieser Strecke für sich gutschreiben. Zwischen dem ersten und den folgenden Läufern klaffte dann eine größere Lücke. Nach Stefan Knopf kamen ca. 3:30Minuten später Steffen Böttcher (Team Kyffhäuser) und Mike Barthel (SV Kyffhäuser) ins Ziel. Die Rangliste der Frauen führte Christiane Wehling vor Cornelia Wojciechowski (beide SV Kyffhäuser) und Manuela Herold (Arterner LV) an. Das war exakt die gleiche Reihenfolge der Frauen wie im vorigen Jahr. Allerdings wurde Manuela Herold damals vierte. Eine weitere Läuferin rang ihr damals den dritten Platz ab.

Ach so, was war nun eigentlich mit Hänsel und Gretel – eh‘ Mia und Angelina? Irgendwie waren die beiden abhanden gekommen. Zunächst war es noch ein wenig zum Schmunzeln. Möglicherweise spielten sie am Wegrand, denn Mia hatte ihre Puppe dabei. Nachdem jedoch Eltern und einige Teilnehmer und Helfer eine ganze Zeit den Weg und angrenzende Wege, die sie gegangen sein konnten, ohne Erfolg abgesucht hatten, wurde allen mulmig. Jetzt gab es nur noch eine Möglichkeit: Sie hatten die Wegmarkierung für die Läufer übersehen und waren weiter Richtung Tilleda gelaufen. Zum Glück war es so! Einer der Suchenden kam mit Daumen hoch um die Ecke und brachte die verlorenen Kindlein mit. Ein erleichtertes Lächeln war in allen Gesichtern zu sehen. Der Schreck wurde im Anschluss am Turmcafe mit Brause runtergespült und nach eine paar leckeren Rostwürsten kehrten schnell die Kräfte zurück…

31. STUNDENLAUF DES SV KYFFHÄUSER E.V. IM STADION AN DER WIPPER

Christopher und Detlef Wolff (Foto: Kristina Barthel)Am Freitag fand im Stadion an der Wipper in Bad Frankenhausen der 31. Stundenlauf des SV Kyffhäuser e.V. statt. Die Beteiligung war angesichts des wunderschönen, beinahe zu warmen, Wetters hoch. Zum Stundenlauf 2013 gab es eine Teilnehmersteigerung um 11 Starter auf insgesamt 70. Sehr erfreulich war die sehr hohe Beteiligung an weiblichen Wettkämpfern. Es starteten auf die drei Strecken verteilt 29 Mädchen und Frauen. Interessanterweise überwogen bei der 'Viertel- Stunde' sogar die Mädchen mit 12 gegenüber 6 Jungen und einem Mann. Der eine Mann klingt hier fast ein wenig fehl am Platz, aber die Erklärung ist plausibel. Detlef Wolff war der Hase oder einfach nur der Begleiter für seinen Sohn Christopher und stach damit auch wegen seines doch sehr kräftigen Vollbartes aus der Truppe der Jugendlichen heraus. Überhaupt trat Familie Wolff fast vollständig an. Die Mama hielt am Rand als Coach die Stellung. Gesiegt haben Olivia Posse und Anton Stockhaus, die beide vom SV Glückauf Sondershausen angereist waren. Olivia hatte auch nur etwas mehr als 220m Rückstand auf Anton, der in 15 Minuten 3456m lief. Unter den Viertelstundenläufern war auch die jüngste Teilnehmerin. Inara Pflüger vom Arterner LV ist 7 Jahre alt und lief beachtliche 2348m. Sie ist damit ihrem Papi schon heftig auf den Fersen. Nico trat diesmal nicht an. Die kurze Strecke war für alle Altersklassen offen. Gewertet wurden nur die U14-Gesamtsieger m/w mit Urkunden und Pokalen.

Die Mitteldistanz über die 'Halbe- Stunde' war ebenfalls für alle Altersklassen offen. Hier standen die U20-Läufer im Mittelpunkt der Auswertung. Die Preise für die Sieger waren für alle Strecken gleich, also ebenfalls Urkunden und Pokale. Bei der weiblichen Jugend gewann Frieda Herold mit 6003m. Sie war die jüngste 30-Minutenläuferin und startete in der U12. Fabian Csanyi setzte seine Siegesserie vom Vorlauf fort und dominierte die männliche Jugend. Wer ihn schlagen wollte, hätte weiter als 7203m laufen müssen.

Namensgeber der Veranstaltung - der Stundenlauf - wurde um 18:05 ausgetragen. Damit lagen alle Wettbewerbe sehr gut im Zeitplan. Hier mussten wegen der Restmetervermessung der 'Halben-Stunde' nur 5 Minuten zur ursprünglichen Startzeit zugegeben werden. Das war aber tolerabel. Die gemeldeten Teilnehmer versprachen auch hier einen harten Wettkampf. Unter den Männern tauchten die Namen von Stephan Knopf, Ingo Furchner und Christian Klöppel auf, die Frauen auch sehr stark mit Kerstin Ritter, Christiane Wehling und Cornelia Wojciechowski. Weitere nicht einzeln genannte sehr starke Läufer waren ebenfalls im Feld. Vier Männer kamen entweder über die wichtigen 15000m oder waren sehr nah dran. Stephan Knopf (16337m, SV Nordhausen 90) und Ingo Furchner (15854m, SV Glückauf Sondershausen) waren drüber, Christian Klöppel (14770m) und Mike Barthel (14128m, SV Kyffhäuser) hätte noch etwa maximal 4 Minuten mehr gebrauchen können. Bei den Frauen lief Kerstin Ritter mit 12795m am weitesten. Ihr folgten Christiane Wehling 11669m und Cornelia Wojciechowski 11275m.

Investigative Scripted Reality ist im Kommerzfernsehen tägliches Geschäft, beim Stundenlauf mussten die Vereinsdetektive ebenfalls ran. Zunächst tauchte Sandra Jursch als Frauensiegerin auf. Keiner entdeckte das auf der Ergebnisliste bis zur Siegerehrung. Sie wurde aufs Treppchen gerufen, erschien aber nicht. Jetzt kamen die Umstehenden ins Grübeln. Nach ihrem Ergebnis hätte sie mit Henry Behrend und Gerald Röhricht zusammen gelaufen sein müssen. Beide konnten sich nicht an eine Frau an ihren Fersen erinnern. Die Ermittlungen gingen weiter. Die Startunterlagen und nicht ausgegebene Transponder wurden gesichtet. Jetzt machte es klick. Gerald Röhricht, dessen Ergebnis zuerst geschätzt werden musste, da zu seinem Datensatz keine Runden gezählt wurden, lief mit den Transpondern von Sandra Jursch. Plötzlich war alles klar und auch die Runden konnten ihm zugeordnet werden. Eine weitere Frage beschäftigte einige Stundenläufer. Warum wichen die GPS-Messungen der Uhren der Athleten von der berechneten Länge der Zeitmessanlage ab? Das war eine Aufgabe für Helmut Schwarzkopf. Er extrahierte seine Rundenprotokolle aus seiner Uhr, sah sich die gemessenen Meter pro Runde an und erkannte dann sehr schnell die Ursache für die Längendifferenz. Bei der Berechnung durch die Zeitmessanlage liegen immer 400m pro Runde multipliziert mit der Rundenzahl plus Restmeter in der letzten Runde zugrunde. Die GPS-Uhren messen selbstverständlich auch jedes Überholmanöver außerhalb der Innenbahn. Hier ergaben sich die zusätzlichen Meter, die in der Summe zwischen 200 und 300m mehr auf der Uhr ergaben.

Webseite des Veranstalters: http://www.svkyffhaeuser.de/

13. LAUF UM DIE RABENSWALDBURG

Wenn alles läuft wie am Schnürchen, dann kann es langweilig sein oder um so mehr Spaß machen und alle können sich auf die Sache konzentrieren. In diesem Fall war das die 13. Wiederholung des Laufes rund um die Rabenswaldburg. Über die letzten Jahre betrachtet hat sich allseits Stabilität breit gemacht. So waren in diesem Jahr wieder knapp 100 Teilnehmer mit gausscher Gleichverteilung am Start. Von den 46 Teilnehmern der kurzen Strecke über 3,8km kamen 43 ins Ziel. Auf der langen waren 53 gemeldet und 48 konnten finishen. Was allerdings deutlich vom Vorjahr abwich, war das prima Wetter. Diesmal kaum Wind und trocken, bescherte uns der letzte Winter zu dieser Zeit seinen ersten heftigen Auftritt. Trotzdem waren die Spitzenleistungen nur unwesentlich besser oder soger hinter den Vorjahresbestzeiten.

Start 3,8km-Strecke (Foto: Uwe Renz)

Das heißt aber nicht, dass sie schlecht waren! Die 3,8km-Strecke gehört zahlenmäßig gewöhnlich den Kindern und Jugendlichen. Hier gab es 18 Meldungen in diesen Altersklassen. Den Gesamtsieg der weiblichen Teilnehmer erzielte Maja Blümel vom AC Apolda. Sie startete in der U14 weiblich.Einige Resultate stechen soger besonders hervor. Scheinbar wächst da im Tal hinter den Bergen bei den Besenbindern ein kleines Laufass heran. Christopher Wolff, der von seinem Vater als Hase und Coach begleitet wurde und in der U8 (2006 geboren) startete, wurde in der Gesamtwertung im hinteren Mittelfeld platziert und siegte in seiner AK. Die Zeit für den knapp 4km langen Berglauf betrug für ihn 23:54 Minuten. Ein anderer Nachwuchsläufer machte bei seinem Ergebnis in diesem Jahr einen riesen Sprung nach vorn, und zwar auf der 11,8km-Strecke. Die Familie Fierenz aus Sonderhausen ist sowieso immer zahlreich am Start und dann konnte Alexander seine eigene Zeit um ca. 8:30 Minuten auf 50:09 Minuten verbessern. Adrian hat sich um 2 Minuten nach vorn gearbeitet. Der Papa hält die Stellung. Bedauerlich ist für die Jungs, dass in diesem Jahr insgesamt für sie der 4. Platz herauskam. Hält die Tendenz an, wird sich das möglicherweise schon bald ändern.

Bei den Langdistanz-Frauen hatte es die im besten Sinne "alte Häsin" Christiane Wehling am Jahresende drauf ankommen lassen. Am Start schon fast erste Reihe, war sie die schnellste Dame und konnte fast unter einer Stunde bleiben. Daran vorbei gelaufen zu sein, ist aber gar nicht schlimm. Immerhin war sie über 10 Minuten besser als letzens und schneller als die Vorjahressiegerin Kerstin Ritter. Wer wem einen ausgeben muss, könnte sich zum Vereinssilvesterlauf der Laufgruppe des SV Kyffhäuser entscheiden, dem beide entstammen.

Sport und vor allem Laufen macht Spaß! Den Beweis lieferten einige Teilnehmer, die neben Turnschuhen Weihnachtsmannmützen oder sogar Kostüme trugen, so wie Gerald Röricht. Er trat als Teufel an. Da die Lauffreude überwog, kochte er auf kleiner Flamme. Der Abschluss mit Siegerehrung und Präsenten fand wie immer bei Adventstimmung mit Plätzchen, Würstchen und Getränken im Sportlerheim des SV Rot-Weiss Wiehe statt.

Webseite des Veranstalters: http://www.sportverein-wiehe.de/

VORALUF ZUM KYFFHÄUSER-BERGLAUF 2014

Dem SV Kyffhäuser ist das Wetterglück jedes Jahr aufs Neue hold. Trotz dichtem Nebel und sehr frischen Temperaturen zeigte sich bestes Laufwetter. So konnte der erste Lauf des aktuellen Jahres in Bad Frankenhausen, der Vorlauf zum Kyffhäuser-Berglauf, problemfrei durchgeführt werden. Die traditionelle Reihe von Läufen am Ort ist somit eröffnet. In zwei Wochen folgt dann der Berglauf, der nach Aussagen des Vorstandes, bereits durch regen Zuspruch bei den Voranmeldungen erfreut.

Dieses Jahr sollten beim  Vorlauf zum Kyffhäuser-Berglauf ein paar Kleinigkeiten anders sein. Der Start und der Zieleinlauf fanden nicht auf der Wiese statt, sondern auf dem breiten Gehweg vor der Terme. In den vergangenen Jahren war das ein klein wenig zerstreuter. Das Ziel war vor dem Biergarten des Imbiss der Kyffhäuser-Therme. Einige Meter danach kam die Verpflegung für die Finisher. Bei der diesjährigen Austragung wurde die Reihenfolge dieser beiden Stationen getauscht. Nun konnte der Zieleinlauf der gerade Eintreffenden mit Applaus und Anfeuerungsrufen gewürdigt werden. Außerdem gab es für Start/Ziel einen Torbogen mit dazu passender Beschriftung. Ein klitzekleiner Wermutstropfen war trotz des Vorteils zu verschmerzen: die Strecke verlängerte sich um einige Meter.

Start zum Vorlauf (Foto: Uwe Renz)

Leider konnten die Teilnehmerzahlen nicht gesteigert werden. Ein paar Nachforschungen in den Archiven bis 2004 ergab, dass der Teilnehmerrekord 2008 erreicht wurde. Damals standen 98 Teilnehmer in den Meldelisten. In diesem Jahr konnte bei der Voranmeldequote und dem schönen Wetter in den Tagen zuvor angenommen werden, dass sich so etwas wiederholen ließe. Es reichte jedoch "nur" für 69. Bei allem Zetern ist positiv zu vermerken, dass von allen Anmeldern nur einer nicht am Start war. Alle anderen nahmen ihre Akkreditierung war.

Siegen konnte auf der Kurzdistanz bei den weiblichen Startern Juliane Kronberg vor ihrer Schwester (beide SV Kyffhäuser). Als dritte kam Isabell Walleit ins Ziel. Das war nicht nur die Reihenfolge, sondern sie kamen so kurz hintereinander ins Ziel, dass sie sogar in jeweiliger Schlagdistanz waren. Bei den männlichen Wettkämpfern siegte mit einem beeindruckenden Schlussspurt Fabian Csanyi (Team Kyffhäuser) vor Nico Pflüger (Arterner LV) und Markus Schneider (SV Kyffhäuser). Die statistischen Bestleistungen liegen auf dieser Strecke schon einige Zeit zurück. Enrico Gäbe (SV Kyffhäuser) absolvierte 2007 diese Distanz in 20:49,00 Minuten gegenüber Fabian Csanyi mit 23:43,39 Minuten. Die Frauenbestleistung lieferte Anna Zweig 2011 ab, damals für Tischlerei Zweig startend. Sie finishte nach 25:52,00 Minuten. Juliane Kronberg benötigte 32:29,59 Minuten. Auf der 14km-Strecke starteten 6 Frauen. Hier war also nicht von vorne herein klar, dass sich alle auf dem Treppchen platzieren werden. Geschafft haben es in dieser Reihenfolge Kerstin Ritter (SV Kyffhäuser), Henriette Thorhauer (SV Glückauf) und Christiane Wehling (SV Kyffhäuser). Die männliche Konkurrenz entschied Stephan Knopf (SV 90 Nordhausen), trotzdem er etwas angeschlagen war. René Große und Bernd Thorhauer (beide SV Glückauf) folgten auf den Plätzen zwei und drei. Bei den Männern auf der Langdistanz gibt es noch den kleinen Zusatzwettbewerb, und zwar unter einer Stunde zu bleiben. Der Erste und der Zweite schafften das sehr deutlich. Bernd Thorhauer verpasste das mit 5 Sekunden nur knapp. Auch die Kontrolle mit der eigenen Uhr brachte nur 2 Sekunden weniger. Auch hier noch etwas Statistik: Ingo Furchner (SV Glückauf) lief als Sieger 2006 in 54:03,00 Minuten über den Zielstrich, Stephan Knopf am Sonntag in 58:41,67 Minuten. 2009 dominierte Anja Schlennstedt (LSG Schmückeläufer) die Frauen mit 1:11:47,00 Stunden. Kerstin Ritter kam gemeinsam mit Helmut Schwarzkopf nach 1:15:00,99 Stunden an der Therme an. Zur Fairness sei gesagt, dass sich die Streckenführungen in den Jahren verändert haben. Deshalb sind diese Vergleiche nicht ganz korrekt. Es könnte aber als Ansporn für die Nachfolger der nächsten Jahre dienen, die aktuellen Ergebnisse zu unterbieten.

Webseite des Veranstalters: http://www.uderslebener-waldlauf.de/

37. UDERSLEBENER WALDLAUF

Michael Schulze und Lothar Hörning im Ziel (Foto: Thomas Hoffmann)

Ein paar Verbesserungen tun immer gut. Bereits im Vorfeld des Waldlaufes hat Thomas Hoffmann als hauptverantwortlicher Organisator reichlich Informationen zu den Veränderungen bei der diesjähirgen Veranstaltung veröffentlicht. Die Wesentlichste war die Verlegung des Startes weg von der Straße und hinein in das Sportfeld des SSV 1923. Damit konnten mindestens 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden. Zum Einen blieb die Straße weitesgehend für den Verkehr frei und die Finisher wurden mehr in die Zuschauer im Innenbereich integriert. Es gab einige Bedenken, ob das eventuell den Endspurt der Biker zu stark ausbremst oder gar die Kurve ins Stadion zu gefährlich wäre. Beides war nicht der Fall. Kämpfe um die Plätze gab es wie eh und jeh und die Kurve wurde mit Strohballen entschärft. Diese wurden glücklicherweise von keinem der Biker genutzt. Die Uderslebener sind seit Jahren erfahrene Gastgeber zu unterschiedlichen Anlässen. Dadurch war die Verlegung des Parkplatzes ebenfalls geklärt. Eine alternative Wiese wurde hierfür zur Verfügung gestellt. Damit ist die Probe geglückt und wenn es zur Auswertung keine neueren Erkenntnisse gegen diese Neuerung gibt, wird es sicher in Zukunft dabei bleiben.

Hinsichtlich der Teilnehmerzahlen war ein geringer Zuwachs zu protokollieren. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich 17 Teilnehmer mehr gemeldet. Die Gesamtsumme betrug 150 Anmeldungen. Es gab nur einen Ausfall bei den Bikern und einen bei den Läufern. Hinzu kamen noch einige die nicht antraten.

Nach Zielschluss waren 134 Teilnehmer mehr oder weniger eingeschmoddert auf dem Sportplatz angekommen.

Das schlechte Wetter vor allem in der Nacht zuvor machte Verbesserungen auf den Laufstrecken unmöglich. Trotzdem waren alle Sieger nur wenig über den Vorjahreszeiten. Auf der Mountainbikedistanz unterbot Patrick Wolf vom Harz-Racing e.V. die 2012er Zeit von Thomas Bang aus Eisennach um 16 Sekunden. Die Fahrerstrecke konnte keine weiblichen Finisher verzeichnen. Auf allen Laufstrecken starteten ausreichend Frauen. Das ermöglichte bei der Siegerehrung vollbesetzte Treppchen. Während normalerweise die Männer alle Teilnehmerfelder anführen, war das diesmal auf der 2km-Strecke anders. Die ersten drei im Ziel waren Mädchen der weiblichen Jugend und Kinder. Das reicht noch nicht, denn bis Gesamtplatz 11 konnten nur 3 Jungen schneller laufen als die Mädchen.

Der SSV Udersleben sieht den Waldlauf nicht ausschließlich als Sportveranstaltung sondern auch als Familienfest. Das unterstrichen die neun Bambinis, die eine Runde um den Platz rannten und die laufaktiven Familien, u.a. Familie Reiber und Fierenz und das gemütliche Besammensein danach bei Erbsensuppe und Bockwurst.

Es gehört zur Organisation jedoch wesentlich mehr als nur möglichst viele Läufer zu mobilisieren. Die Unterstützung durch Vereine, Einrichtungen, Betriebe und Organisationen ist unerlässlich! Udersleben gelingt das.

Webseite des Veranstalters: http://www.uderslebener-waldlauf.de/